Fanfreundschaft

 

 

Roda JC Kerkrade - unsere Freunde aus Holland

Die Freundschaft begann 1989/90, als drei Roda  „North-Siders" zusammen mit Aachen-Fans zum Spiel SG Wattenscheid 09 - Alemannia Aachen fuhren. Die Schwarz-Gelben gewannen im Lohrheidestadion mit 2:1, was aber nichts dran hindern konnte, dass die Alemannia Ende der Saison absteigen musste. Anfangs war die Fan-Freundschaft  nur eine Hooligan Freundschaft. Um 1986 herum, waren die zwei Lagern sogar gegenseitig verfeindet und es gab oft Kämpfe. 1990 entschieden sich aber beide Fangruppen sich zu versöhnen und so begann die Freundschaft. In den Jahren danach, fuhren immer wieder kleinere Fangruppen gegenseitig zu den jeweiligen Spielen der anderen.

 

Mittlerweile ist die Fanfreundschaft in beiden Lagern aktzeptiert worden und ist nicht mehr nur eine Hooligan Freundschaft. Es werden sogar Fanfreundschaftsschals in den jeweiligen Fanshops verkauft. Die Fanfreundschaft, besteht nun mehr als 20 Jahren und die Fans fahren immernoch gegenseitig zu den Spielen der jeweiligen Vereine. Das hat u.a. seine Ursachen, da Roda international spielt und die Alemannia Fans zu den Europacup-Spielen ins benachbarten Holland dann fahren.

 

Der traurigste Höhepunkt der Fanfreundschaft war das Spiel gegen den 1.FC Nürnberg am Montag, den 24.11.2003 um 20:15 Uhr, als ein paar Roda-Fans zu Gast am alten Tivoli waren. In der 71.Spielminute bekam Erik Meijer nach einem Foulspiel an Raphael Schäfer die Gelb-Rote Karte und wurde vom Feld verwiesen. Wenige Zeit später in der 73.Spielminute schmiessen ein paar Leute aus dem S-Block Plastikbecher auf das Spielfeld. Ein Becher traf den damaligen Nürnberg-Trainer Wolfgang Wolf. Das Spiel wurde darauf hin für 10-15 Minuten unterbrochen. Es ist bis heute nicht klar, von wo aus dem S-Block der Becher her kam und wer ihn geworfen hat. Es wird vermutet, dass der Werfer, aus dem rechten Teil des S-Blocks kam, weil dort davor die Trainerbank der Gäste stand. Dort standen die Roda Anhänger mit ein paar Alemannia Fans. Man weiß nicht, ob es die 20-30 Roda Anhänger oder die Alemannen Fans waren, die Wolfgang Wolf am Hinterkopf trafen. Das Spiel endete 1:0 für die Alemannia, durch ein Tor von Daniel Gomez. Das Spiel wurde aber später wegen der Fanausschreitungen in der 73.Minute annulliert. Die Schwarz-Gelben gewannen das Wiederholungsspiel mit 3:2 vor leeren Tivoli-Rängen. Es war das 1. Geister-Spiel im deutschen Profifußball. Nachträglich wurden Netze auf der überdachten Stehplatztribüne und den 2 Wällen aufgehangen. Die Trainerbänke wurden von der Stehplatztribüne, auf die Sitzplatztribüne verlegt. 

 

Ca. 1 1/2 Jahre danach, in einem Spot von Joy Media stand der verwiesene Spieler von dem Becherwurf-Spiel, Erik Meijer im S-Block und sollte etwas zur Abhängung der Netze sagen, dies hat er auch getan und fügte folgenden Satz hinzu:  „An dieser Stelle, wäre fast der Trainerkollege Wolf gestorben." Da Wolfgang Wolf in dem Spiel den sterbenden Schwan gespielt hatte, wird ihm bis heute noch Schauspielerei vorgeworfen. Jedoch wurde er nur leicht am Hinterkopf verletzt. Wahrscheinlich wäre es nie zu einem Geisterspiel gekommen, wenn Wolfgang Wolf sich nicht so angestellt hätte.

 

Am 09.01.2010 findet zu Ehren der Fanfreundschaft ein Freundschaftsspiel im Parkstad Stadion in Kerkrade statt. Es soll die Freundschaft zwischen beiden Lagern festigen, sodass weiter Fangruppen zu den jeweiligen Spielen hinfahren und sich die Fans gegenseitig weiter gut verstehen.

 

Die Tivoli Tigers hoffen auf weitere 20 Jahre Fanfreundschaft zwischen der Alemannia und Roda Kerkrade und wollen dass es nichtmehr zu soartigen Tumulten kommt, wie gegen den 1.FC Nürnberg.

          

Foto: Vor den Fanausschreitungen am Montag, den 24.11.2003 um 20:15 Uhr gegen den 1.FC Nürnberg.
Foto: Vor den Fanausschreitungen am Montag, den 24.11.2003 um 20:15 Uhr gegen den 1.FC Nürnberg.